Bilder vom Tage

  • #27.012

    Es wurde mal wieder Zeit, die "kleine Rote" auszuführen.

    Ich meine jetzt nur wir Beide. Sozusagen Beziehungspflege.


    Also heute Morgen bei noch recht angenehmen 21 °C aufs Motorrad geschwungen und die Nase Richtung Frankreich gedreht.

    Solange das Thermometer noch Zahlen anzeigte, die nicht an einen Backofen erinnerten, musste man die Gelegenheit schließlich nutzen.


    Die erste Station des Tages war direkt ein echtes Highlight: der Eiffelturm von Appach. Zugegeben, er ist etwas kleiner als das Original in Paris und die Warteschlangen halten sich auch in erfreulichen Grenzen. Dafür spart man sich den Großstadtverkehr und bekommt trotzdem ein Erinnerungsfoto mit Eiffelturm. Eigentlich ein ziemlich guter Deal.


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    Über Cattenom ging es zunächst über die Mosel. Ziel des Tages war die Église de Montfaucon.

    Nach dem obligatorischen Fotostopp am Eiffelturm von Appach ging es auf kleinen französischen Landstraßen weiter Richtung Montfaucon.


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    Die Landschaft zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Sanfte Hügel wechselten sich mit weiten Feldern ab, dazwischen kleine Dörfer mit ihren hellen Natursteinhäusern und den typisch französischen Kirchtürmen, die schon von weitem aus der Landschaft ragten.

    Die Straßen waren wie gemacht fürs Motorradfahren. Mal führten sie durch schattige Waldstücke, dann wieder über offene Höhenzüge mit weitem Blick bis zum Horizont. Kaum Verkehr, kaum Hektik – nur das gleichmäßige Brummen des Motors und dieses Gefühl, einfach unterwegs zu sein.

    Je näher ich Montfaucon kam, desto einsamer wurde die Gegend. Die Straßen wurden schmaler, die Wälder dichter und die wenigen Häuser seltener. Nichts deutete darauf hin, dass sich hier vor etwas mehr als hundert Jahren eines der gewaltigsten Schlachtfelder Europas befand. Die Landschaft wirkte friedlich, beinahe idyllisch.


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    Gerade deshalb trifft einen der Anblick des American Memorials so überraschend. Nach Kilometern durch Wälder und Felder erhebt sich plötzlich dieses gewaltige Monument auf dem Hügel. Fast so, als wäre es aus dem Boden gewachsen. Man wird unweigerlich langsamer, richtet sich im Sattel etwas auf und lässt den Blick über die Umgebung schweifen. In diesem Moment beginnt man zu ahnen, welche Bedeutung dieser Ort einmal hatte.


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    Ich kam wohl dort, wo eigentlich 50 km/h vorgesehen waren, etwas engagierter um die Ecke und fand mich plötzlich direkt vor dem American Memorial wieder.

    Beeindruckend groß, imposant und definitiv nicht zu übersehen.


    Die Kirche hingegen hatte beschlossen, deutlich unauffälliger zu sein

    Hätte ich meine Augen ähnlich intensiv genutzt wie den Gasgriff, wäre mir aufgefallen, dass die Überreste der Kirche direkt hinter dem Denkmal standen.

    Stattdessen durfte ich erst einmal eine zusätzliche Ehrenrunde drehen. Man kann es auch als kostenlose Besichtigungstour verkaufen.

    Beschäftigt man sich mit der Geschichte des Ortes, vergeht einem das Grinsen allerdings kurz.


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    Von dem Dorf, das hier einst stand, ist praktisch nichts mehr übrig. Vier Jahre Dauerbeschuss hinterlassen eben nachhaltigere Spuren als jede Dorferneuerung.



    Währenddessen hatte die Sonne beschlossen, ihren persönlichen Feldzug gegen Motorradfahrer zu beginnen. Also weiter.

    Vorbei an unzähligen Gedenktafeln, Denkmälern und Erinnerungsstätten.


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    Irgendwann gewinnt man den Eindruck, dass hier jeder Quadratmeter Boden eine Geschichte erzählen könnte.

    Nächster Halt: die Tranchée de Chattancourt.

    Ein kleines Museum, das mit erstaunlich viel Herzblut gestaltet wurde. Beeindruckend, informativ und definitiv einen Besuch wert.

    Hier wird sehr anschaulich dargestellt, wie das Leben in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs aussah. Danach erschien selbst die Hitze im Motorradanzug plötzlich als eher kleines Problem.collage-4.jpg


    Das Thermometer hatte inzwischen aber Blut geleckt und arbeitete sich unermüdlich nach oben.

    Die Rückfahrt führte über kleinste Straßen durch Wälder und Felder. Traumhafte Strecken, auf denen man stundenlang fahren könnte – vorausgesetzt, man verwandelt sich dabei nicht schrittweise in Dörrfleisch.


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    Ganz nebenbei fuhr ich, zunächst ohne es wirklich zu merken, durch das Gebiet rund um Verdun. Erst die zunehmende Zahl an Hinweisschildern und Gedenkstätten ließ erahnen, wo man sich befand.

    Schließlich erreichte ich die Ruinen der Kirche von Ornes. Ein Ort, der einen sofort nachdenklich macht. Das Dorf wurde in der Schlacht um Verdun vollständig ausgelöscht. Heute erinnern nur noch die Ruinen der Kirche und eine kleine Gedenkkapelle daran, dass hier einmal Menschen lebten. Häuser, Straßen, Familien, Alltag – alles verschwunden. Ein stiller und sehr bewegender Ort.


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    Während die Geschichte zum Nachdenken anregte, zeigte das Thermometer keinerlei Respekt und pendelte inzwischen zwischen 33 und 37 °C. Der Fahrtwind hatte längst aufgehört, kühlend zu wirken. Stattdessen fühlte es sich an, als würde jemand mit einem überdimensionierten Heißluftföhn direkt ins Gesicht blasen.

    Irgendwann fiel daher die strategisch kluge Entscheidung, den Heimweg etwas direkter und etwas flotter zu gestalten. Kulturprogramm erfolgreich absolviert, Geschichtsunterricht bestanden, jetzt durfte der rechte Handgelenksmuskel wieder etwas arbeiten.


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    Am Ende standen 365 Kilometer mehr auf der Uhr, mehrere Liter Schweiß weniger im Körper, ein Kopf voller Eindrücke und die Erkenntnis, dass Frankreich nicht nur guten Käse und Wein zu bieten hat, sondern auch jede Menge Orte, die Geschichte greifbar machen.

    Kurz gesagt:

    365 Kilometer gefahren.
    Mehrere historische Orte besucht.
    Einmal die Kirche gesucht, obwohl sie direkt vor mir war.
    Bei 37 °C im Motorradanzug überlebt. Weniger anzeigen

    Grüße aus dem Saarland, Janosch

    Meine Philosophie: Motor Starten -- Kopf frei Moto Gladiadores Sticker by Honda Motos Colombia

  • #27.014

    Heute Nachmittag um 15.30 Uhr sind Tina und ich aufgebrochen um eine kleine Runde zu drehen. Los ging es über Haiger ins Siegerland, von dort dann über Hainchen nach Bad Laasphe. Dort haben wir die erste Pause bei einer Eisdiele gemacht.

    Mit diesem Spruch werden die Gäste begrüßt

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    Und was nicht fehlen darf

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    Mit Blick auf die AT‘s

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    Nach dieser Erfrischung ging es weiter an Biedenkopf und der Sackpfeife vorbei Richtung Wetter. Hier gab es einen Hinweis auf die historische Altstadt. Wenn es nicht so heiß gewesen wäre, dann hätten wir uns das mal angesehen. Überhaupt gibt es in dieser Gegend noch sehr viele und schöne Fachwerkhäuser. Weiter sind wir dann nach Wetzlar und von dort dann wieder nach Hause. Ingesamt waren es ca 190 km.

    Unterwegs bei einer Pause haben wir diese Wolke gesehen.

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    Ups, das sind natürlich keine Wolken :zwinker:


    Aber jetzt

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    Und eben zuhause von der Terrasse aus dieses Exemplar

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    Und nun lassen wir den Tag ausklingen.

    Grüße aus dem Lahn-Dill-Kreis :at3:
    Thomas


    Honda CY 50 in Rot, Suzuki DR 125 in Schwarz, Honda CBF 600 SA in Weiß, Honda CRF1000 D in Schwarz,

    Honda CRF 1100 Adventure Sports DCT EERA in Tricolor


    Wer nie vom Wind gestreichelt,

    wer nie vom Regen gewaschen,

    wer nie von der Sonne getrocknet,

    wer nie vom Frost gebeutelt,

    wer nie vom Chrom geblendet wurde,

    der wird es nie verstehen, was Motorradfahren bedeutet


    Hessentruppe

  • #27.015

    Heute nach über 2800km vom Forumstreffen und anschließendem Urlaub am Bodensee wieder daheim im Norden angekommen.

    Freitag bei der Affenhitze bis Oberhausen gefahren. Höchster Wert der Außentemperaturanzeige war 41°C.

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    Ich hab wohl noch nie soviel geschwitzt wie an diesem Tag. Gottlob hatte ich mein Begleitfahrzeug mit den Getränken dabei. Heute dann die restlichen Strecke bei nur noch 30°C absolviert .

  • #27.017

    Das fahren mit meiner AT kommt derzeit ein wenig zu kurz, da ich Versuche die 10 Wochen, die die Steine zu spät gekommen sind aufzuholen, was mir allerdings bei der Hitze von über 30⁰ doch nicht so recht gelingt 😉

    Morgens ein bisschen, Abends ein bisschen und zwischendurch Ciesta, schließlich ist Hurricane Festival aber ich gehe erst heute Abend gegen 22 Uhr da mal hin und schaue mir Billy Talent bis 0.00 Uhr an.

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    Grüße Ralle


    Lieber arm dran, als Arm ab !!!

  • #27.019

    Noch eine kleine Nachreichung der gestrigen Heimreise.
    Ich kam zeitlich anscheinend ähnlich spät vom Forumstreffen zuhause an wie Jogybear


    Start war um kurz nach 5 Uhr um noch ein bisschen frische Luft zu bekommen.


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    Kurze Pause vor dem Frühstück mit wunderbarer Aussicht.


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    Dann ein kleiner Fotostop in der Nähe vom "Energiedorf" Lichtenau.


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    Etwas später dann ein Halt beim Schoss Hämelschenburg, na was denn jetzt, Schloss oder Burg?


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    Grüße

    Der_Commander

    SD13 - Schalter - EERA - TriColor --- 1543278_3.png

    Gepäck: Heavy Duties Koffer, EMD Tankrucksack + Hecktasche, Odinsberg 7L Sturzbügeltaschen

  • #27.020

    Wir sind heute mal nicht so weit und viel gefahren. Hatten uns am Mittag mit meinem besten Kumpel und deren Frau zum Essen verabredet. Da wir uns längere Zeit nicht gesehen hatten ( er wohnt ca 70 km entfernt ) haben wir knapp 3 Stunden zusammen verbracht. Anschließend sind Tina und ich noch ein Eis essen gefahren ( nein diesmal gibt‘s kein Bild :wboy: ) .

    Unterwegs kamen wir noch an dieser alten Dampflok vorbei

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    Nach ca 140 km waren wir wieder zurück.


    Und jetzt zieht sich der Himmel wieder zu und es ist auch schon leicht am donnern.

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    So muss es auch sein, heute morgen um 6 Uhr hat es schon heftig geregnet, der Tag war trocken und am Abend oder Nacht regnet es wieder :zwinker: .

    Grüße aus dem Lahn-Dill-Kreis :at3:
    Thomas


    Honda CY 50 in Rot, Suzuki DR 125 in Schwarz, Honda CBF 600 SA in Weiß, Honda CRF1000 D in Schwarz,

    Honda CRF 1100 Adventure Sports DCT EERA in Tricolor


    Wer nie vom Wind gestreichelt,

    wer nie vom Regen gewaschen,

    wer nie von der Sonne getrocknet,

    wer nie vom Frost gebeutelt,

    wer nie vom Chrom geblendet wurde,

    der wird es nie verstehen, was Motorradfahren bedeutet


    Hessentruppe

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