Kupplungsversagen Schalter bei 12tkm

  • #41

    Hallo Olaf,


    Glückwunsch da haben die Leute eine guten Tag gehabt um die Teile zu ersetzen auf Garantie.
    Die verbrannten Teile hätte ich auch gerne gesehen.
    ich habe in meinem Berufsleben mehrere Naßkupplungsentwicklungen für Motorräder betreut und zu 99,9 % sind verbrannte Kupplungen eine Überbelastung durch den Fahrer (immer vorausgesetzt alle Teile i.O. und das richtige Motoröl usw.)


    Mich persönlich würde interressieren woran du "das Aushalten" festmachst.
    Was bedeutet "das" für eine Kupplungsauslegung.
    Wenn du Konstrukteur bist und ein Teil konstruieren must die "das " aushält wie legst du die Teile aus?
    Eine Porsche bei Vollast 30 Minuten kann ich jederzeit nachvollziehen auf dem Prüfstand (und das hält der locker aus) nur bei einer Kupplung fällt mir "das Aushalten" zu quantifizieren ziemlich schwer.
    z.B.
    - welche Differenzdrehzahl(Kupplunseingang/Ausgang bei welcher Last(Nm) und wie lange (Zeit +Zeitintervall) bei welchem Öldurchfluss (dieser beeinflusst auch wieder das Trennverhalten)


    Jede Kupplung gibt irgendwann auf, eine ein bischen früher die andere ein bischen später.


    Ich hätte die Teile nicht auf Garantie ersetzt der nächste kommt mit Bremsbelägen die bei 10000km runtergerammelt sind die "das" aber aushalten müssen.


    Was ich versuche zu beschreiben ist das man als Hersteller nicht alle Teile so auslegen kann damit jeder Fahrertyp "das" fahren kann
    insbesondere die Kupplung wird immer ein Grenzfall bleiben (solange es Reibscheibenkupplungen geben wird)
    Das soll nun absolut kein Angriff auf dich sein oder dein Fahrkönnen in irgendeiner Weise kritisieren sondern ein klein wenig das ganze aus der Sichtweise der Hersteller beschreiben.


    Ein Tipp noch von mir, wenn die Kupplung wirklich komplett verbrannt war würde ich auf jeden Fall zweimal Öl und Filter wechseln damit der ganze Dreck aus dem Motor rauskommt.


    Grüsse
    Peter

  • #42

    Hi Peter,
    natürlich kann ich Deine Argumentation nachvollziehen.


    Und niemand außer (vielleicht) mir, kann beurteilen, wie ich mit der Kupplung umgegangen bin.
    Aber ich fahre eben nicht seit gestern im Gelände und hatte sonst auch nie einen signifikant höheren Kupplungsverschleiß als Andere (ganz im Gegenteil, als eher fauler Mensch).
    Die einzige Kupplung, die ich wirklich verschlissen (und nicht bei Motorrevision prophylaktisch gewechselt) habe, war die von meiner EXC. Die hatte ich aber mit (anngeblichen) 60Bh gekauft und wegen Geräuschen bei ca 80Bh die Kupplung gewechselt (Stahlscheiben schon blau). War aber beim Vorbesitzer überwiegend auf der Craossstrecke gelaufen und nicht geschont worden. Hat jetzt mit der neuen Kupplung 120Bh und läuft noch einwandfrei.


    Bei der Auslegung muss natürlich Praxiserfahrung aus dem Geländesport / Prototypentest etc. einfließen.
    Analytische Methoden helfen da eher als wisenschaftliche Theorie mit ungesicherten Prämissen.


    Aber allein die Federn müssten für eine Lastspielzahl ausgelegt sein, die ich unter "meinen" genannten Bedingungen gar nicht hätte erreichen können. Und die waren lt. Händler auch schon aus der Toleranz.
    DAS kann man ja nun wirklich easy rechnen!


    Was meinst Du mit "verbrannt"?
    Reiner Verschleiß?
    Verglaste Beläge?
    Angelaufene Stahlscheiben?


    Dank für den Öl-/Filterwechsel-Tipp. Nachvollziehbar. Wurde aber direkt vor'm Urlaub und jetzt gerade noch mal gewechselt und wird spätestens im Frühjahr wieder getan.


    Aber das ist alles hypothetisch. Aller Voraussicht nach werde ich nächstes Jahr genau das Gleiche tun und bin schon jetzt gespannt!


    Gruß
    Olaf

    Immer in Bewegung ...
    CRF1000L, schwarz - EXC525 Racing - TT600 59x - TT600R Sumo


    Sobald in einer Diskussion einer beleidigend wird, hat der Andere automatisch gewonnen. :mrgreen:

  • #43

    Hallo Olaf,


    mit verbrannt meine ich das sich der Reibbelag komplett vom Trägermaterial abgelöst hat und sich in Kleinteilen nun gleichmäßg im Motor verteilt hat.


    Die Federn spielen nur bei vollständig geschlossener Kupplung eine Rolle nicht beim "Schleifen" , sollten die wirklich ein Problem haben kann ich mir trotzdem nicht vorstellen das dies die Ursache war. (Vielleicht war die Kupplung warum auch immer schon etwas vorgeschädigt?)
    Die Federn sind normalerweise auf Nennmoment bei Vollast mit einer Sicherheit von >1,25 ausgelegt und im Verschleissfall nach erreichen der Mindestreibbelagdicke immer noch >1,05-1,1 vom Nennmoment (das macht jeder Hersteller unterschiedlich)
    Ich glaube nicht das du beim Hochfahren mit geschlossener Kupplung wirklich Vollastanteile gefahren bis das hätte eher mit viel Wheelspin geendet da müssten ja wirklich Millimeter Vorspannlänge gefehlt haben (Vielleicht war's ja auch so).


    Übrigens ich fahre DCT und im September Schlamm(hoffe nicht) und Schotter bin ja mal gespannt wie das geht


    Grüsse
    Peter

  • #44

    Hi Peter,
    sicher alles richtig, aber mein Punkt war ja der Verschleiß der Feder:
    Federkonstante und auch Nulllänge haben ja an der Verschleißgrenze nachgelassen.
    Und das kann ja eigentlich nur bei Überschreitung der beim Design berücksichtigten max. Lastspielzahl (Hübe) passieren.
    Das ist natürlich ein anderes Thema als der Abrieb der Reibscheiben, kann diesen aber fördern, wenn aufgrund nachlassender Federkraft die Kupplung schon im eingekuppelten Zustand (vielleicht unmerklich) zu rutschen beginnt.
    (Fahren mit schleifender Kupplung - in steilen Serpentinen mit jedem Fahrzeug unausweichlich, gerade da kann ich mir ja keinen Wheelspin leisten ;) - fördert diesen Verschleiß natürlich auch. Genauso wie beim Auto mit schwerem Hänger beim Anfahren oder auch in engen Serpentinen.)


    Für mich sind unter diesen Bedingungen verschlissene Federn somit ein Indiz (wenn nicht gar Beweis) einer Fehlauslegung. Für Honda ja scheinbar auch!


    Aber das ist alles sehr theoretisch und akademisch ... bin gespannt auf weitere Praxisberichte!


    Gruß
    Olaf

    Immer in Bewegung ...
    CRF1000L, schwarz - EXC525 Racing - TT600 59x - TT600R Sumo


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  • #45


    Hallo zusammen,
    war bei meiner 1000'der Inspektion, bei Honda Oeler in Gelsenkirchen. Dort wurde mir auch von einer neuen AT, mit total verbrannter Kupplung berichtet. Da ist Olaf wohl doch nicht der Einzige. Auch dort war man der Meinung, dass man so blöd eigentlich nicht sein kann(sind aber wohl trotzdem davon ausgegangen). Ich denke Materialfehler gibt es bei jedem Hersteller, bei dem Einen mehr, bei dem Anderen weniger.


    Schönen Gruß
    Gerd

    CRF 1000 DCT Tricolor SD06; Batzen(modifiziert); Touratechbügel oben(modifiziert) u. unten; TT- Bremspedalverbreiterung; Barkbusters; SW-Motech Hauptständer; ADVAN "Pivot Pegz" Mark 3; SW-Lenkererhöhung 30 mm; Pirelli Scorpion Rally STR usw.

  • #46

    Die Federn spielen nur bei vollständig geschlossener Kupplung eine Rolle nicht beim "Schleifen"




    also, ich denke deine aussage ist nicht richtig, federn legierung und staerke
    muss so ausgelegt sein so dass sich beim erhoehter temp. durch schleifen nichts aendert.

  • #47

    Ich denke wir reden über verschiedene Dinge


    In dem Moment wo du die Kupplung schleifen läßt bestimmst nur Du die Federkraft die wirkt, ausschließlich, da kann die Feder so stark sein wie Sie will weil du die Kupplung ziehst. Sobald die Kupplung komplett einrückt dann kann die volle Federkraft wirken.


    Ich vermute was du meinst ist daß das übertragbare Moment sich nicht durch Temperatureinflüsse ändern soll (was es aber natürlich auch tut über die unterschiedlichen Ausdehnungen, Viskosität des Öles usw. trotzdem muss das Nennmoment (also das vom Motor) unter allen Bedingungen übertragen werden.


    Anbei mal ein Test eines Kupplungsherstellers bei dem verschiedene Öle auf Ihre Eigenschaften bezüglich einer Naßkupplung untersucht wurden (Ist schon 20 Jahre alt und die Ölhersteller hab ich rausgelöscht.... also kein Geheimnis)
    DAs ganze ist ein Verschleisstest der Reiblamellen auf einem Schwungmassenprüfstand d.h. eine Schwungmasse wird auf eine Drehzahl gebracht bei offener Kupplung und dann eingekuppelt. eine Seite der Kupplung wir dabei festgehalten die Reibscheiben bremsen also die Schwungmasse ab. Das ganze ein paar tausend mal wiederholt.




  • #48

    ich kann mich nur wiederholen es ist so einfach, und ich rede nicht von oel.



    In dem Moment wo du die Kupplung schleifen läßt bestimmst nur Du die Federkraft die wirkt,
    ausschließlich, da kann die Feder so stark sein wie Sie will weil du die Kupplung ziehst.
    Sobald die Kupplung komplett einrückt dann kann die volle Federkraft wirken.



    in dem moment wenn ich die kupplung schleife lasse sagen wir mal 1mm,die wirkende federkraft
    darf oder sollte sich nich aendern, ist das jetzt mehr verstaendlicher?

  • #49

    Natürlich ist es einfach aber nur wenn man über das gleiche redet.


    Die Federkraft ist natürlich immer da, nur du gibst über deine linke Hand eine Gegenkraft auf sonst würde ja nicht die Kupplung schleifen sondern die Motorkraft 100% übertragen.
    Wenn deine Hand dann wieder entspannt ist, dann wirkt wieder 100% der Federkraft auf den Reibbelag und die Kupplung schleift nicht mehr.
    Mir fällt leider nix besseres ein dies zu erklären wie ich es gemeint habe sorry


    Grüsse
    Peter

  • #50

    Hallo Olaf, das ist ja nochmal gut gegangen.


    Aber was ich bis jetzt noch nicht verstanden habe ( hab au nicht alles gelesen)


    Ist definitiv zu 100% geklärt was die Ursache des Defekts war????


    Das erscheint mir erst mal am Wichtigsten zu sein.


    Also ich hab noch nie eine Kupplung gebraucht und fahre auch fast schon mit 200 000km meine Mopeds durchs Land!
    Warscheinlich weil ich Sie immer vorm Schaden verkauft habe( war a Witz)


    Also das wäre für mich am primärsten zu wissen warum sich dieser Defekt überhaupt entwickelt hat!
    Manfred hat recht, da müssen Fakten her.


    Hatte bei meiner Wing mit 70 000km einen Getriebeschaden....
    Verursacht durch falsche schlampige Schalterei des Vorgängers.... oh mann das war Ärger.
    Kein Winger zuvor hatte im Forum über dieses Thema geschrieben aus Scham denk ich mal.
    Es gab mehrere Winger die das Thema hatten und die Händler kannten das Thema auch nicht ( angeblich ) obwohl in Uslar sehr viele Getriebe der 18erWings repariert wurden.


    Ich will damit sagen kläre das eindeutig warum es zum Schaden kam dann kommt auch das Vertrauen zu Honda wieder zurück!
    Denn manchmal sind es ganz kleine Ursachen die große Schäden verursachen!


    Grüße Giovanni

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