BMW R 1300 GS und was es sonst noch zu Motorrädern von BMW zu berichten gibt

  • #2.191

    Man hätte die ATAS aber mit der GS Adventure vergleichen müssen, also Spitzenmodel gegen Spitzenmodel.

  • #2.192

    Wenn man krampfhaft einen Vergleich hinbiegen will, bei dem die BMW gewinnt, kann man das so machen, ja. Wenn man aber mal ehrlich vergleicht, sieht das schnell ganz anders aus. Die "nackte" R1300GS hat, wenn ich das richtig sehe, kein Kurvenlicht, kein elektronisches Fahrwerk, keinen Schaltassi und auch keins der hier sonst genannten Klimbims und kostet 19.990€

    Die nackte AT ohne DCT, ohne ES und ohne Adventure Sports also ohne Kurvenlicht und ohne großen Tank, kostet dagegen 16.449€

    Sind also geschmeidige 3.500€ Unterschied für 40 PS mehr Leistung. Sonst sind die beiden Moppeds ziemlich vergleichbar. 18,8 vs 19l Tank, LED Scheinwerfer, Schaltgetriebe, Tempomat, konventionelles Fahrwerk und TFT Bildschirm haben se beide.

    Die ATAS mit DCT und ES kostet 21.239€ und wenn man die R1300GS mit Dynamik Paket plus Schaltassi Pro (für die automatische Kupplung) und Headlight Pro (fürs Kurvenlicht) ausstattet stehen da auch schon 23.095€ Auf dem Zettel. Und da hat die GS noch immer den 5l kleineren Tank und eben keine Automatik, sondern nur eine automatisierte Kupplung.

    Wenn man die GSA mit dem großen Schaltassi und Headlight Pro ausstattet, ist man bei 24.605€ VS. 21.913€ bei der 1100L ATAS DCT ES mit beiden Sturzbügel. Da hat dann die GS 6l mehr Tank.


    Daher bleibe ich dabei: Die beiden sind - wenn man sie vergleichbar ausstattet - preislich deutlich unterschiedlich.

    Alex
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    2 Mal editiert, zuletzt von bwm ()

  • #2.194

    +2000-3.500€

    Ich sage ja die ganze Zeit, dass es eben einfach unterschiedliche Motorräder sind, die in unterschiedlichen Preisbereichen unterwegs sind. Mich stört nur die Behauptung, die beiden wären bei vergleichbarer Ausstattung gleich teuer und damit die AT überteuert (weil ihr eben die Leistung fehlt). Das stimmt halt einfach nicht. Die GS ist stärker und mit mehr Optionen ausstattbar, kostet dafür aber eben deutlich mehr. Das war von Anfang an meine Aussage

  • #2.196

    Für 40 PS mehr...vom Drehmoment will ich gar nicht reden.. sowie Kardan und besserer Oberflächenqualität und ein funktionierendes Display

    sind ca. 3000 Euro gerechtfertigt.

    Die CRF 1100 ist für mich nur in der nackten Version und dann mit Preisnachlass interessant;alles darüber ist für das Gebotene zu teuer.

    Es sei denn man braucht oder will ein DCT Getriebe!


    Fahrt mal eine V Strom 800 zur Probe;hätte die einen Tempomaten,wäre meine CRF 1100 schon Geschichte:obwohl die V Strom häßlich ist.

  • #2.197

    Ich kann dir nicht sagen, warum sie die GSA nicht genommen haben, war die da vielleicht noch nicht verfügbar? Grundsätzlich finde ich allerdings, dass die Gleichung "GS=AT" und "GSA=ATAS" seit einiger Zeit nicht mehr so richtig aufgeht. In meinen Augen ist die ATAS, speziell seit dem Umstieg auf das 19-Zoll-Vorderrad und damit verbunden die kürzeren Federwege, eben nicht mehr "die AT fürs Grobe". Mit dem Anspruch tritt die GSA aber an. Dazu gehört auch, dass die GS serienmäßig mit Gussrädern und ohne Sturzbügel kommt, die GSA grundsätzlich mit Speichenrädern und Sturzbügeln.


    Und auch die Vermutung, die R1300GS käme serienmäßig nackt daher, stimmt so nicht. Sachen, die früher Aufpreis kosteten, zum Beispiel Connectivity oder Heizgriffe, sind jetzt serienmäßig dabei. Das elektronische Fahrwerk und Kurvenlicht, das die ATAS serienmäßig hat kostet bei der GS Aufpreis, dafür sind bei der BMW keyless Ride und ein Reifendruckkontrollsystem serienmäßig dabei, das gibt's bei Honda noch nicht mal gegen Aufpreis.

  • #2.198

    Da ich beide Motorräder mittlerweile ganz gut kenne, ein paar Bemerkungen:


    - das Motorrad von Matze_F800 hat mich optisch schon sehr angesprochen und daher durchaus nachdenklich gemacht,


    - die Mehrleistung mach schon Laune (ist allerdings bei lässiger Nutzung auch mit etwas höherem Reifenverschleiss verbunden, und für Vielfahrer sind die Inspektionsintervalle ebenfalls ein Argument). Bei vergleichbarer Fahrweise - eher sportlich - hält bei mir der Hinterradreifen bei der 1250er etwa 6.000 km, bei der Honda deutlich über 10.000 km. Beim Vorderradreifen muss man bei der Honda ATAS etwas aufpassen, da sie ein bisschen kopflastig ist😉.


    - Kette Kardan: Kettenpflege kommt für mich nur rudimentär in Frage, also alle ca. 1000 km ein wenig Kettenfett (bei Regenfahrten vielleicht etwas öfter). Meine hat bisher 28.000 km drauf und sieht noch gut aus. Und bei modernem Kettenfett wird da auch nix mehr schmutzig. Und der Kardan muss ja wohl auch alle 80.000 km kostenpflichtig gewechselt werden. Also für mich macht das (als alter BMW-Fahrer 😉) nicht viel Unterschied. Ausser vielleicht bei den Lastwechselreaktionen pro Honda - zugegeben, da ist BMW auch nicht mehr so schlecht.


    - das elektronische Fahrwerk: ja, das haben beide. Meine persönliche Meinung ist, dass das Honda System deutlich komfortabler und damit auf langen Strecken besser ist. Es arbeitet m.E. schneller und feinfühliger (Softwareabstimmung im Detail, z.B. Reaktionsgeschwindigkeit von 15 ms und Höhe der Dämpfungsanpassung). Das BMW Fahrwerk ist sportlicher. Da ich öfter mal auf schlechten Strassen fahre, merke ich zumindest, dass meine GS-Kollegen diese lieber langsamer angehen. Und wenn ich selbst BMWs fahre, empfinde ich es als eher holprig. Ich muss zugeben, dass ich da die 1250er vergleiche - die 1300er bin ich nicht ausgiebig genug gefahren. Aber lt. Literatur ist sie ja eher noch sportlicher abgestimmt. Damit sind ja nicht die Einstellmöglichkeiten gemeint sondern die Reaktion des Fahrwerks auf Strassenschäden.


    - Sound: natürlich ist das auch ein wenig Empfindungssache. Wenn man sich alleine die Verdichtungsverhältnisse anschaut (BMW 13.3 :1 vs. Honda 10,5 : 1) wird schon klar, dass unabhängig von der Auspuffanlage, der BMW-Sound ein anderer sein muss. Im GS-Forum (dem neuen 😉) gibt es Mitglieder, die empfinden, dass der Fahrspass der BMW (der unabhängig vom Sound sicher sehr hoch ist) durch den Sound deutlich gemindert wird. Hierzu gibt es im BMW Forum einen aufschlussreichen Thread "Klappern, Rasseln im Teillastbereich ca. 3 - 5.000 U/min", dort insbesondere der Beitrag #10, der sich sehr detailiert mit der Geräuschentwicklung der 1300er beschäftigt. https://www.gs-forum.com/threa…a-3-5000-u-min.799/page-2


    Unabhängig vom Preis ist für meinen Bedarf (= zügig gefahrene kurvenreiche Langstrecken auf eher kleinen Strassen, alleine mit Gepäck, 25 bis 30.000 km/Jahr) die ATAS insbesondere auf Grund des Komforts und des Sounds das bessere Motorrad. Über etwas mehr Leistung würde ich mich natürlich nicht beschweren. Und da ich pro Jahr mindestens 2x zur Inspektion fahre, sind auch die Intervalle für mich wichtig.

  • #2.199

    Erstens die V Srom ist nicht hässlich, ich habe sie jetzt zwei Jahre und gefällt mir mittlerweile besser als meine AT.

    Und wenn es nur am Tempomat liegt, den gibt es im aftremarket vom Veridian.

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