Alles anzeigenDieses Motorrad sieht auf jedem Bild wunderschön aus!
genau so fährt sich's auch. Dieser luftgekühlte R4 ist sowieso ein Traum ![]()
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genau so fährt sich's auch. Dieser luftgekühlte R4 ist sowieso ein Traum ![]()
Alles anzeigenAndreas, was heißt das dann für dich?😁😎
Ich sehe rot ![]()
Heute verletzungs- und wetterbedingt erst die Saison 2026 für mich eröffnet.
Bei munteren 12°C kurzfristig los und in den kühleren Ecken des Starnberger Sees im niedrigen einstelligen Bereich eine kurze Hausrunde der leeren Straßen unf Sonne gefröhnt.
So, ich hab's heute nun auch nach Feierabend geschafft, die Saison einzuleiten. War echt einiges los auf Zweirädern. Allerdings haben die ersten schon wieder gemeint, die Saison hätte gar nicht aufgehört.... Da ist nicht Motor an, Kopf aus, sondern Kopf aus und Vollgas ...
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Freitag Mittag.
Die Arbeitswoche war bei Zeiten beendet und schon spürte ich es wieder.
Es war dieses leise Ziehen, das ich einfach nicht ignorieren kann.
Seit Wochen
hatte es sich langsam aufgebaut, dieser Entzug,
den nur jemand kennt, der selbst Motorrad fährt.
Mein Kopf wusste
noch genau, wie sich das anfühlt: den Lenker in der Hand, das Spiel
mit Gas und Kupplung, sowie der Rhythmus der Kurven.
Aber die
Maschine stand sehr oft still, denn der Winter war heftiger als in den
vergangenen Jahren.
Einfach zu lang, zu ruhig.
Heute sollte dieses Verlangen endlich wieder gestillt werden.
Der Mittag war nicht unbedingt klar, die Luft etwas frisch, knapp 8 °C doch von Regen keine Spur Ich spürte genau dieses Kribbeln, das sagt: Jetzt oder nie.
Nach ein
paar kleineren Übungsfahrten in den letzten Tagen stand sie heute
an: die erste
richtige Tour des neuen Jahres,
meine „kleine Rote“ und ich.
Bundesstrassen führten mich
hinein in den Hunsrück,
dieses weite, ruhige Mittelgebirge, das im Winter noch zurückhaltend
wirkt, aber fahrerisch immer überzeugt. Über Hermeskeil,
bekannt als einer der höchsten Orte in Rheinland-Pfalz und oft
Startpunkt für Hunsrück-Touren, ging es weiter am Archäologiepark
Belginum vorbei –
einer römischen Siedlung an einer alten Fernstraße, ein Ort voller
Geschichte.
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Hier bog ich von der Hunsrückhöhenstrasse ab. Nur wenige Meter bis zur Ortschaft Wederath.
Dann öffnete sich das Tal, und die Straße fiel ab Richtung Mosel.
Die
Serpentinen hinunter
nach Traben-Trarbach
waren das erste echte Highlight: flüssige Kurven, guter Asphalt und
Konzentration pur. Unten der Fluss, ruhig und braun-grün, eingerahmt
von Weinbergen und der Jugendstilarchitektur der Stadt.
Entlang der Mosel rollte ich weiter nach Bernkastel-Kues, einem der bekanntesten Weinorte der Region. Fachwerk, enge Gassen, aber noch Nebensaison:
Das Zylinderhaus,
sonst ein Magnet für Technik- und Oldtimerfans, war noch in der
Winterpause. Auch im Buddha-Museum
herrschte Stille – fast meditativ passend zur Jahreszeit.
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Durch den Tunnel, welcher unter
der Burg „Landshut“ hindurch führt, ging es zurück hinauf in
den Hunsrück, und dann kam sie:
die Strecke
hoch nach Longkamp
– eine neue Asphaltdecke, weit gezogene Kurven, Höhenmeter, genau
das Terrain in dem sich die „kleine Rote“, wie ich meine Africa
Twin stets nenne, zu Hause fühlt.
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Hier oben spürte man den Wind wieder
mehr, aber die Konzentration hielt mich warm.
Über Kempfeld und
Allenbach, tief im Herzen der Edelsteinregion, schlängelte sich der
Weg zurück in die dichten Wälder des Hochwaldes. Es sind kleine
Orte, mit viel Wald drumherum und wenig Verkehr.
An der Köhlerhütte
in Neuhütten schließlich kehrte ich ein. Die Bänke im Biergarten
waren noch leer, die Sonnenschirme führten ein tristes Dasein. Doch
man konnte es fast schon riechen – den Duft von Schwenkbraten und
das Klirren der Gläser hören, das hier in zwei, drei Monaten wieder
zuhören sein wird. Wenn der Frühling Einzug gehalten hat. Ein
Halt, ein kurzer Blick, ein Gedanke an den Frühling. Das Ganze bei
einem guten Weizenbier und dann der übliche Heimweg.
Nach 213 Kilometern
rollt die Maschine schließlich wieder in die Garage. Die Finger sind
kühl, der Kopf ist frei. Kein Spektakel, kein Ziel zum Abhaken –
aber dieses tiefe, zufriedene Gefühl, wieder gefahren zu sein.
Die Saison 2026 ist
nicht mehr nur ein Eintrag im Kalender – sie hat für mich heute
auf dem Asphalt des Hunsrücks offiziell begonnen.
Der Entzug war gestillt.
Meine persönliche Motorradsaison ist wieder eröffnet
Mir ist im Moment nicht so nach Bildermachen, meine Mutter ist vor ein paar Tagen gestorben. Wer das bereits mitgemacht hat, weiß ja, wie es einem da geht.
Dennoch habe ich gestern die Gelegenheit von Sonnenschein und knapp zweistelligen Temperaturen genutzt und bin mit meiner AT ein Stündchen durch die Gegend gefahren. Danach brauchte sie gleich wieder eine Dusche, sah aus als wären wir durchs Unterholz gebrochen.
Macht nicht alles wieder gut, aber es hilft. Demnächst wieder mit Bildern.
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