Ich möchte zu dem Thema einfach einmal meine Sichtweise schildern
– ganz ohne Vorwurf oder Kritik an irgendjemandem.
Bei einem Treffen mit ursprünglich 83 und aktuell immer noch 73 Motorrädern ist die Organisation einfach eine andere Hausnummer als beispielsweise 2019 mit etwa 20 Teilnehmern.
Damals konnte man vieles noch entspannt am Vorabend einteilen und besprechen. Heute müssen Tourguides gefunden, Gruppen sinnvoll aufgeteilt, Pausenplätze und Einkehrmöglichkeiten berücksichtigt sowie unterschiedliche Regionen und Tourvarianten organisiert werden.
Die meisten unserer Tourguides befahren diesmal die Touren im Vorfeld ab um ein genüßliches Tourerlebnis zu garantieren.
Schnell wären Cafes, Imbissbuden, Restaurationsbetriebe bei einem Massenansturm überfordert, überlastet und wir würden uns auch nicht wohl fühlen.
Dazu kommt, dass der erste Abend für viele auch vom Wiedersehen, Kennenlernen neuer Teilnehmer und dem gemeinsamen Austausch lebt.
Bei einer Tourauswahl und Zusammenstellung am Abend wäre dies kaum durchfürbar. Sollten dann des Nachts noch komplette Gruppeneinteilungen erstellt und am nächsten Morgen sämtliche Abläufe koordiniert werden müssen, wäre Hektik und Chaos bis in den frühen Vormittag hinein wahrscheinlich kaum zu vermeiden. Wir reden von 72 Motorrädern die in 10 Gruppen starten würden.
Deshalb haben wir uns – wie auch in den vergangenen Jahren – für eine Organisation im Vorfeld entschieden. Bisher hatte dabei eigentlich niemand Probleme mit der Auswahl seiner Touren oder mit dem Haftungsausschluss. Natürlich finden wir Anregungen immer gut und denken auch über Vorschläge nach. Ich persönlich fühle mich durch Rückmeldungen weder kritisiert noch „auf den Schlips getreten“.
Wir versuchen einfach, ein schönes Treffen zu organisieren und euch möglichst viele Alternativen bei Touren, Regionen und Erlebnissen anzubieten. Deshalb fällt es mir schwer nachzuvollziehen, weshalb eine vorherige Entscheidung als zu aufwendig empfunden wird.
Schade finde ich vielmehr, dass man heutzutage überhaupt auf einen Haftungsausschluss bestehen muss, um sich als Organisator vor möglichen Ansprüchen absichern zu können.
Ironie "ON" : Im Grunde könnte man es sich natürlich auch einfach machen: Wir lassen Euch anreisen. Jeder hat seine Reservierung selbst vorgenommen. Am Abend würden wir das Treffen offiziell absagen, die Tourdaten und GPX-Dateien „versehentlich“ im Hotelfoyer verlieren und dann jeden selbst entscheiden lassen, wem er sich anschließt.
Ironie "OFF"
Aber das würde weder der Sache noch dem eigentlichen Gedanken unseres Treffens gerecht werden.
Am Ende möchten wir einfach ein gelungenes Wochenende für alle auf die Beine stellen.
Ich freue mich auf euch und hoffe, dass sich niemand die Vorfreude auf das Treffen nehmen lässt, sowie die verbliebenen Haftungsausschlüße sowie Tourenauswahl bis zum Sonntag 17.Mai 2026 eintreffen werden.