Getriebeausgangswelle (GAW) abgenutzt

  • #91

    Um das zu bestätigen müsste am konkreten Fahrzeug die Härte geprüft werden....


    Anstelle der Härtung kann es natürlich auch eine vom Normalfall abweichende Kraft sein, die hier auf die GAW eingewirkt hat. (Thema Kettendurchhang zu klein oder zu groß)


    Ist hier aber alles nur Spekulation, da es keine Prüf- und Vergleichsergebnisse gibt. Wenn es zu einem Härtungsfehler gekommen ist, müssten weitere Fahrzeuge betroffen sein.... und zwar durchaus in größerer Stückzahl.


    Auch die Theorie der Einschränkung der möglichen Bewegung ist nur eine Theorie... denn auch die "normale" GAW z.B. der Transalp krepiert trotz KK Performance Ritzel oder andere Spielereien. Wiederrum andere haben kein Problem mit der GAW der XRV bei Verwendung OEM und Zubehörritzel.


    Ohne den "Schuldigen" (Ursache) zu kennen, würde ich mit keinem Finger auf irgendwas zeigen.

  • #92

    Nur Honda weis ,ich welcher Härterei und ich welchen Härteöfen die jeweiligen Losgrößen hergestellt wurden.

    Die können das mit Sicherheit nachverfolgen;die Ergebnisse werden wir aber nie erfahren.

    Auch die Zulieferer wechseln.

    Es sei denn,Honda betreibt noch eigene Härteöfen.


    So groß sind die Härteöfen auch nicht,da reicht zwei Tage eine Fehleinstellung der Parameter des Härteofens,Prozessgase etc. und schon gibt es ein paar Problem GAW..


    Aber...alles Spekulation und für den Betroffenen sehr,sehr ärgerlich....


    Das läuft hier ja dann irgendwann wie bei den Autos...

    Leasen und dann nach einem die Sintflut...


    p.S. Ich lease gar nichts :)

  • #93

    Die Wellen werden bei Honda im Plasmanitrier-Verfahren hergestellt

    Bei Triumpf liegen z.B. runde 30 Kurbelwellen im Einsatz es waren 5 oder 6 Geräte im Einsatz um einen Tagesbedarf an Kurbelwellen abzudecken. Dürfte bei den GAW ähnlich sein, da könnten 50-70 GAW im Einsatz sein.

  • #94

    Vermutlich haben die anderen, die zusätzlich diese Scheibe verbaut haben, nicht den selben Fehler begangen wie du.


    Klar, man kann sicher das Ritzel (als Hersteller) auch anders befestigen.

    Dann verreckt halt was anderes.

    Zwischen Motorblock und Hinterradnabe befinden sich viele Bauteile und mit Gewalt kriegt man alles kaputt.


    Das Sprichwort heißt nicht um sonst "eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied".



    Würde es an der Härtung der Teile liegen, würden die Teile bereits schon viel früher defekt werden.

    Einmal editiert, zuletzt von HorstVollpfosten () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • #96

    Das Thema GAW hatten wir in Vergangenheit bereits schon sehr ausführlich.

    Wenn jemand über defekte etc berichtet frage ich ganz gerne nach, wann der Defekt eingetreten ist und was gemacht wurde zu dem Zeitpunkt.

    Der Kollege hatte nach Rücksprache mitgeteilt, dass er seine Kette zu stark gespannt hatte, so dass es sogar Geräusche während der Fahrt verursachte. Und damit noch eine gewisse Strecke gefahren ist.....


    Wenn man bedenkt dass durch das Einfedern, die Hebelkraft extreme Kräfte auftreten, ist es wenig verwunderlich dass was kaputt geht.


    -----------

    Die meinige GAW sieht mittlerweile auch nicht mehr taufrisch aus.


    Ich fahre seit Kettenwechsel bei 42tkm ein Eigenbau Ritzel, basierend auf einer originalen Nabe.

    Bei Kettenwechsel bei 90tkm habe ich dieses Ritzel umgedreht, weil ich niemanden gefunden habe, der mir nochmal so eines herstellt.

    Da war die Nabe und Welle noch 1a.

    Bei Km 132tkm war die nächste Kette fällig und noch immer hatte ich kein Ersatzritzel beschaffen können.

    Also drauf gelassen.

    Da ich jedoch anstelle der DID Xmvz (??) auch mal das äquivalent von RK ausprobieren wollte bzw will, welche eine geringfügig höhere Nennzugfestigkeit hat, "Kettenmax" die RK jedoch nicht als Satz verkauft, kam ich auf die Idee, wenn ich dich das Ritzel wenden kann, warum nicht auch das Kettenrad?


    Bei ca km 145tkm festgestellt, dass das Kettenrad zum Hinterrad in Drehrichtung Spiel hat. -> Ruckdämpfer im Eimer.


    Bei 146tkm festgestellt dass mein Ritzel / GAW eingearbeitet ist (Scheisse).

    Anderes Ritzel montiert.


    Ich bin der Meinung, Kette war nie zu fest.


    Hab dennoch die Maschine mit in Winter Urlaub genommen.


    Bei ca 152tkm dann das Kettenrad gewechselt. Zähne waren recht dünn.

    Auch beim herausbeschleunigen aus Schräglage ein klappern gehört.

    Klappern blieb.

    Jedoch mit dem neuen Kettenrad musste die Spannung lockerer gestellt werden.

    Auf dem alten Kettenrad hatte die gelängte Kette mehr Spiel / Luft zwischen erstem und letztem Zahn.


    Bei km 157tkm Kettenschleifer ersetzt. Klappern beseitigt.


    Jetzt kann man spekulieren was an meiner Maschine zu dem erhöhten GAW Verschleiß geführt hat.


    Ich vermute, dass ggf im Fahrbetrieb die Spannung der Kette auf dem Kettenrad durch verschieben der Kette unter Last eine andere ist, als im Stand.


    Auch ist der Kettendurchhang bei verschlissenem Kettenschleifer ein anderer (muss dann größer eingestellt werden) als mit intaktem Schleifer.


    Vielleicht lag es auch an beidem.


    Nur würde ich niemals Schäden die durch meinen Fehler / Unachtsamkeit verursacht wurden auf den Hersteller abschieben.


    Um Manipulationen und falsche Wartung auszuschließen müsste Honda einen Kardan verbauen.

    Aber auch da gibt es "Spezialisten" die diesen vorzeitig zerstören.


    .... Wie die GAW derzeit ausschaut weiß ich nicht. Ich werde es nach meiner Rückkehr, wenn ich die Maschine für den TÜV fertig mache, bzw. Die Kette wechseln muss, sehen.

    Motorrad fährt einwandfrei.

    Einmal editiert, zuletzt von HorstVollpfosten () aus folgendem Grund: Nachtrag

  • Schwarzwald-Elch

    Hat den Titel des Themas von „Getriebeausgangswelle abgenutzt“ zu „Getriebeausgangswelle (GAW) abgenutzt“ geändert.
  • #97

    Tja und das seh ich ganz und gar anders. Du behauptest gerade mehr oder weniger, dass kein Hersteller je Fehler macht und alles, was irgendwann irgendwie am Motorrad kaputt geht, Nutzerfehler ist. Da Frage ich mich ein wenig, wie du das Konzept des Rückrufs erklärst, wo der Hersteller doch keine Fehler macht?

    Ich dagegen sage aus eigener Maschinenbaulicher Erfahrung (in einem anderen Bereich, aber auch Großkonzern mit 6-stelliger Mitarbeiterzahl), dass bei der Entwicklung von allem immer wieder Abkürzungen genommen und Fehler gemacht werden und auf eigene Kosten behoben wird nur das, was mit gewisser Wahrscheinlichkeit bereits innerhalb der Garantie auftritt oder (manche der Sachen, die) eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Alles, was nach der Garantie auftritt, ist grundsätzlich erstmal nur eine weitere Möglichkeit, Geld zu verdienen.


    Bezogen auf Kfz wäre das also: nur Sachen, die eine unmittelbare Gefahr für den Nutzer darstellen (Bremsen, Reifen) schaffen es in einen Rückruf. Oder solche, die in so großer Stückzahl auftreten und damit so viel Medienaufmerksamkeit generieren, dass der Imageschaden immens ist (Display). Alles weitere bleiben bedauerliche Einzelfälle.


    Ich bin einer der Fälle, die eine recht stark abgenutzte GAW haben und ich bin mit zu stark gespannter Kette los gefahren, die Geräusche gemacht hat, ja. Geräusche aus dem Ritzelbereich hatte ich aber davor und danach auch. Nur weniger stark.

    Es gibt aber dutzende weitere Fälle, die zumindest sagen, dass die Kette richtig gespannt war/ist. Im übrigen kann die Stärke der Abnutzung nicht nach so kurzer Strecke auftreten, wenn die Materialpaarung da richtig ist und alles wie gewünscht funktioniert.


    Davon abgesehen finde ich es generell Blödsinn, wenn die Kettenspannung (wie bei der AT) bei auf dem Seitenständer stehendem Motorrad angegeben wird. Das ist nämlich kein eindeutiger, reproduzierbarer Zustand. Wenn man die Vorspannung verstellt, irgendwelches Zubehör drangebaut hat und das Federbein altert, hat das alles einen Einfluss darauf, wie genau das Motorrad steht und damit, wie weit eingefedert sie dasteht. Es hat sogar einen Einfluss, ob man sein Motorrad sanft und bereits abgestiegen auf den Seitenständer stellt oder mit Beladung und drauf sitzend abgestellt hat (und danach alles runter nimmt). Bei den kleinen CRFs macht die Art, wie ich das Motorrad auf den Seitenständer stelle mehr als 1cm Unterschied im Kettenspiel aus.


    Aber das glaubst du mir alles eh nicht, ich will nur deiner "ihr seid alle nur zu doof" Polemik etwas entgegen halten. Deshalb wird das auch vorerst mein einziger Kommentar zu dir bleiben.

    Alex
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    Einmal editiert, zuletzt von bwm ()

  • #98

    so o.ä. sehe ich´s auch (zu HorstVollpfosten)
    nicht zu verwechseln damit, dass eine Ritzelverzahnung "natürlich keine Luft haben darf" - zu Luft kommt bei Lastwechseln immer mehr Luft

    die Sache mit der Passscheibe finde ich interessant
    die kann mangelnden Formschluss sicher nicht per Kraftschluss wettmachen, dürfte aber schon stabilisieren

    Kettenspannung - die "freie Kette", auch im belasteten Zustand, ist ein Muß
    und dann ist da noch die Fahrweise - untertouriges "Kettenhacken" ist zu vermeiden

    so hat´s lange Jahre im Einzylinder-Endurobereich funktioniert und hoffentlich auch hier
    ob bei Else-4 oder XR, defekte Verzahnungen oder oft beschriebene Lagerschäden hatte ich nicht
    selbst zunächst noch grobverzahnte NX hielt m.E. ebenfalls (dort allerdings in Kombination mit einem Ruckdämpfer - dafür hatten die Enuros den Schlupf der Grobstolle)

    dass es Chargenausreißer bei den Wellen gab, ist natürlich möglich, halte ich aber eher für unwahrscheinlich

    ... ob´s auch hier, bei der AT entsprechend läuft, wird die Zeit zeigen

    so oder so, Repräsentatives ist nicht ableitbar - grundverschiedene Handhabungen sind schlicht nicht greifbar

  • #99

    Bevor wir uns auf einen neuen Nebenschauplatz begeben.

    Wenn der Seitenständer der einzige OEM Ständer ist, gibt es keine vernünftige Alternative - stell dir vor es würde heißen (wie bei der Ölkontrolle) bei "senkrecht stehendem Motorrad"....


    Es kann jeder der über Seitenständer und Hauptständer verfügt EINMAL auf dem Seitenständer stehend nach OEM Vorgaben einstellen, das Motorrad auf den Hauptständer stellen und den "neuen" Kettendurchhang messen und danach immer in dieser Position arbeiten.

  • #100

    M.M.n liegt das Problem definitiv beim Hersteller.


    1. Selbst wenn Honda die Härteöfen hat, heißt noch nicht, dass die Wellen direkt von Honda kommen, bei heutigem Spar Wahnsinn. Wenn da ein Bruchteil von Schrottwellen durch die QS durchrutscht, wen interessiert das? Die Schäden treten in der Regel nach der Garantiezeit auf, wo ein Honda Werksatt Meister dir dann erklären wird, dass Du zu blöd warst die Kette richtig zu spannen.


    2. Der Konstrukteur kann durch die Materialauswahl definieren, welches Teil in einer Paarung ein Verschleißteil ist bzw. eher nachgibt.

    In unserem Fall müsste das immer der Ritzel sein, vor Allem wenn der schon von Anfang an auf der Welle wackeln darf.

    Außerdem sollte auch ein Sicherheitskoeffizient mitberücksichtigt werden, der solche Bedienungsfehler wie Kettenspannung (die sehr oft schon In der Werkstatt falsch eingestellt wird) abdecken. Und damit meine ich nicht das Übertreiben, wo das Lager kaputtgeht oder die Welle bricht.

    Mit der Annahme konnte ich bis jetzt gut leben -> die Originalpaarung funktioniert gut, Ein Zubehör Ritzel (womöglich härter) kann den Schaden verursachen,das hörte sich plausibel an. Aber eine beschädigte Welle mit dem ersten Kettensatz nach 30000km? :handgestures-thumbdown:


    3. Bei allen Mopeds an den ich geschraubt habe war der Ritzel durch die Schraube oder Mutter eingespannt, sodass er auf der Welle nicht kippen kann. Bei allen Kettenantrieben, die ich in meinem früheren Berufsleben reparieren bzw. warten dürfte, war kein Spiel Ritzel/Welle gewünscht. Z.B. Iwis liefert ihre Kettenräder standardmäßig mit H7 Passung aus.

    Warum das bei Honda anders ist verstehe ich nicht. Hängt das mit den großen Federwegen zusammen, wo man die Gefahr einer vorn abspringenden Kette reduzieren kann? Da ist ein Bügel verbaut, also eigentlich nicht möglich. Oder ist das nur gut gemeint für den Weltreisenden, sodass er irgendwo am A…. der Welt keinen Abzieher braucht um den Ritzel von der Welle zu demontieren.

    Ist das bei Honda Straßenmodellen auch so?

    Der Hersteller Esjot gehört zu unseren Kunden. Wenn ich das nächste Mal sie besuche, frage ich mal was sie als Zubehörhersteller so alles berücksichtigen müssen….


    Falls das tatsächlich so ist, dass dieses Ritzel/Wellen Spiel zum Abfangen oder Reduzieren irgendwelcher Schwingungen und Kräfte notwendig ist, die in die Welle eingeleitet werden, dann sollte Honda gefälligst vernünftige Wellen konstruieren und herstellen, die diese Kräfte abkönnen.

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