Motorrad im Stau / Rettungsgasse benutzen?
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#292 Alles anzeigenDas kann ja die Rennleitung mal von den Hausjuristen im Innenministerium prüfen lassen.
Und was soll das bitte bringen? Stand heute ist das befahren der Rettungsgasse für
Motorradfahrer verboten.
Ein Motorradfahrer in Uniform wird da naturgemäß eine andere Meinung vertreten,
aber im Ernstfall muß auch er die geltenden Gesetze befolgen und durchsetzen.
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#294 Alles anzeigenDass die Hausjuristen sie "abblitzen" lassen und man sich das nächste Mal vorher genau überlegt was man als "Rennleitung" postet.
Aber sicher doch. Alle halten das Maul und nehmen alles hin wie es ist.
Zuerst wird kein Polizist so minderbemittelt sein, sich bei einem Haus-
juristen nach der geltenden Rechtslage erkundigen.
Und als zweites können die sich nennen, wie sie wollen und ihre Mei-
nung so oft und solange posten, wie sie wollen. Und je mehr sich an-
schließen, desto eher ändert sich vielleicht was.
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#295 hallo ins Forum ;
Es passt zwar nicht so ganz zum Thread-Titel, weil die meisten Änderungen nicht die Rettungsgassennutzung betreffen... nur der letztePunkt, aber ich möchte nicht noch mal ein gesonderten Thread eröffnen;
deshalb hier an dieser Stelle:
Ab 1.7.2026 greifen neue Änderungen die uns Verkehrsteilnehmer teilweise heftig betreffen und mit denen man sich auf jeden Fall beschäftigen sollte.
Das folgende Video ist ganz interessant, die Werbung am Anfang kann man getrost überspringen
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da fehlen noch eine Menge Unterschriften... .
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#296 Alles anzeigenUnd was soll das bitte bringen? Stand heute ist das befahren der Rettungsgasse für
Motorradfahrer verboten.
Ein Motorradfahrer in Uniform wird da naturgemäß eine andere Meinung vertreten,
aber im Ernstfall muß auch er die geltenden Gesetze befolgen und durchsetzen.
Alles anzeigenAber sicher doch. Alle halten das Maul und nehmen alles hin wie es ist.
Zuerst wird kein Polizist so minderbemittelt sein, sich bei einem Haus-
juristen nach der geltenden Rechtslage erkundigen.
Und als zweites können die sich nennen, wie sie wollen und ihre Mei-
nung so oft und solange posten, wie sie wollen. Und je mehr sich an-
schließen, desto eher ändert sich vielleicht was.
Ist das nicht ein Widerspruch?
Im Übrigen sind solche Fragen hinsichtlich der Rechtsauslegung und nicht unbedingt der Rechtslage auch eine Aufgabe der Juristen in Ministerien.
Das klappt meist auf dem kurzen Dienstwege;man kennt mit der Zeit seinen juristen

Von mir aus kann sich jeder nennen wie er will..genauso wie ich bei der momentanen Hitze im Südwesen mit Sicherheit die Rettungsgasse befahren würde.
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#297 Nach langem und reiflichem Überlegen will ich mich nun auch mal zu diesem Thema äußern.
Ich stehe, genau so wie die anderen Verkehrsteilnehmer auch, nicht gerne im Stau.... ABER ich denke, dass es unter bestimmten Voraussetzungen unabdingbar ist.
In dieser Diskussion werden die Argumente meines Erachtens oft etwas verzerrt. Es wird z.B. einerseits gemutmaßt, dass nur ca. 10% der Staus vor einem Unfall enden. Andererseits ist der Stau bei übermäßig hohen Temperaturen als Argument sehr häufig genannt.
Ich habe die einzelnen Standpunkte versucht zu verstehen und bin dabei häufig zu dem Schluss gelangt, dass der eigene Individualismus häufig stärker gewichtet wird als die Situation, die aus dem Handeln entstehen kann.
Wenn es mal richtig gekracht hat, haben die Rettungskräfte einen enorm hohen Platzbedarf. Viele gehen in ihrer Vorstellung von einem Blechschaden aus der weitestgehend unproblematisch zu behandeln ist, das ist aber nicht immer so. Selbst auf einer dreispurige BAB wird es dann eng. Meist sind zwei Spuren schon durch die Unfallfahrzeuge blockiert und die Rettungskräfte müssen ja auch mit Ihrem Gerät dorthin... also dritte Spur auch dicht => Vollsperrung. Der fließende Verkehr hält im besten Fall so ca. 20m vor der Unfallstelle und bildet den Stauanfang. Die Fahrzeuge stehen gerade am Stauanfang sehr dicht, weil durch das starke Abbremsen vor dem Unfallgeschehen die Fahrzeuge nah auffahren. Die Rettungskräfte haben nun, auf einer dreispurigen Autobahn incl. Standstreifen, einen Platz von ca. 16m x 20m zur Verfügung um sich zu entwickeln. Das würde gerade mal ausreichen um die anrückenden Fahrzeuge (2x Löschgruppenfahrzeug, weil mindestens 2x Rettungsschere/ Spreizer, mind. 2x Rettungswagen, Notarzt, Rüstcontainer, Einsatzleitdienst und schließlich und Endlich ja auch die Polizei mit ca. 2 Fahrzeugen) aufzustellen. Aber man könnte noch nicht damit arbeiten weil das gesamte Equipment ausgepackt werden muss. Alleine ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug würde im Einsatzfall eine Fläche von ca. 10 m x 20m (Fahrzeugstellfläche, Geräteablage, Schrottablage, Verletzenablage) benötigen.
Ein spitzfindiger Leser könnte jetzt argumentieren, dass ja hinter der Unfallstelle genug Platz ist. Stimmt, wenn man dort hinkommen kann ist das richtig, aber die Geräte sind sehr schwer und die Einsatzkräfte müssen alles per Manpower zur Einsatzstelle tragen. Dort steht im besten Fall das zweite Löschgruppenfahrzeug. Der evtl. freie Platz um die Unfallstelle wird benötigt um den Rettungskräften die An- und Abfahrt zu ermöglichen.
Soweit zur Situation. Jetzt arbeitet hier der Feuerwehrmann, oder der Notfallsanitäter in seiner Schutzkleidung incl. Helm, bei besagten 30 bis 40 Grad ohne Schatten in der Sonne. Er hat Zeitdruck und Stress in dieser Situation, diese Einsatzkraft arbeitet gerade unter Höchstleistung.
UND JETZT KOMMT EIN MOTORRADFAHRER UND VERLANGT / ERWARTET ODER ERBITTET VON IHM DASS ER SICH IM PLATZ EINSCHRÄNKEN SOLL WEIL ER DURCHFAHREN WILL.... ES IST IHM ZU HEISS IN SEINER LEDERKOMBI => MUTIG !!!
=>Die Priorität der Einsatzkraft sieht folgendermaßen aus. Unfallstelle sichern, Verletzte Retten, Schaden begrenzen/beseitigen. Die Betreuung von überhitzten Motorradfahrern ist da ziemlich weit unten angesiedelt.
Kein Verkehrsteilnehmer kann am Stauende wissen, was ihn am Stauanfang erwartet. Genau deshalb ist es unvertretbar dort durchfahren zu wollen. Jedes einzelne Motorrad würde vom dort vorhandenen Platz etwas weniger als 2m² beanspruchen und die Situation wäre nicht mehr behebbar, wer einmal dort eingefahren ist, ist drin und kommt nicht mehr weg.
Mein Lösungsansatz wäre folgender. Bei hohen Temperaturen die BAB meiden, ist ja eh schlecht für die Reifen und die Kurven sind auch nicht so interessant. Auf der Landstraße fahren, dort könnte man schneller eine Ausweichroute finden.
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#298 das ist jetzt aber ebenso stark verzerrt in die andere Richtung dargestellt.
Die Mutmaßung mit 10% der Staus enden in einem Unfall (ich habe sogar geschrieben <10%) kam von mir und das ist meine persönliche Erfahrung. Wenn ich lange Strecken auf der BAB zurücklege, dann ist das häufig zu den klassischen Reisetagen (Samstag + Sonntag) und doch, da ist das genau so.
Deine Darstellung ist aber in mehreren Punkten krass übertrieben. Zunächst einmal wenn der Unfall sich über die gesamte Fahrbahnbreite erstreckt und die Autos so eng stehen, wie du es gerade skizziert hast, kommen auch die Rettungskräfte da nicht mehr durch, weil die hinterher fahrenden Autos es in der kurzen Zeit überhaupt nicht schaffen, eine Rettungsgasse zu bilden. Und wenn das der Fall ist, fahren die Rettungskräfte eher von der anderen Seite an.
In einem "normalen" Unfallstau ist zwischen den Autos mehr als genug Platz, um da mit dem Motorrad dazwischen zu verschwinden und den Rettungskräften so Platz zu machen. Und ich glaube niemand hier erwartet, bei einer gerade aktiven Rettungsmaßnahme von den Einsatzkräften durch gelassen zu werden. Ich würde (wenn die Strafe nicht so hoch wäre) nach vorne durchfahren und mich dann, wenn dort tatsächlich ein Unfall ist, da am Rand irgendwo ganz klein machen und die Klamotten ausziehen. Das kann man nur hinten im Stau nicht machen, weil man ja nicht weiß, wann es weiter geht und man dann als Moppedfahrer, der sich erstmal wieder anziehen muss, zum Verkehrshindernis wird. Weil eben die allerallerallermeisten Staus entweder in gar nichts (überholende LKW) oder einer Baustelle enden, könnte ich das mit meinem Gewissen absolut vereinbaren, da durch zu fahren, weil die oberste Prämisse selbstverständlich ist, dass keine einzige Rettungskraft (da zählt auch der Abschlepper dazu) bei egal welcher Tätigkeit auch nur im geringsten durch mich behindert wird.
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#300 jeder kennt die Gesetzeslage und ist zum Glück für sein handeln selber verantwortlich...wird ja keiner gezwungen etwas "illegales" zu tun
Im Mai, auf unserer Heimreise aus Portugal, sind wir im Großraum Lyon auch in Staus geraten ... wir hatten da sogar
eine Polizeieskorte welche uns 8 km durch die Rettungsgasse gelotst hat ....freuen wir uns einfach das es in anderen Ländern
funktioniert während wir hier noch stehen und über den Supergau diskutieren...
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